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Leitfaden · 2026-09-09

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E-Rechnung in Frankreich

Wichtige Formate, Routing-Optionen und eine praktische Checkliste für konforme E-Rechnungen in Frankreich.

Was in der Praxis zählt

Dieser Frankreich-Leitfaden beschreibt, wie Factur-X, Chorus Pro, PEPPOL und die Prüfregeln zusammenwirken, damit Rechnungen den erwarteten Kanal und die erwarteten Identifikatoren treffen.

Gängige E-Rechnungsformate

  • Factur-X (EN 16931 profile)
  • UBL/CII (platform-specific)

Routing & Zustellung

Häufige Kennungen

  • SIREN/SIRET
  • VAT ID

Geltungsbereich & Vorgaben

Frankreich nutzt Factur-X und plattformbasierte Zustellung in vielen öffentlichen Prozessen; PEPPOL ist ebenfalls relevant.

Länderspezifische Betriebshinweise für Frankreich

  • Ab dem 1. September 2026 muss jedes in Frankreich ansässige und der französischen Umsatzsteuer unterliegende Unternehmen E-Rechnungen empfangen können — auf der Empfangsseite gibt es keine Staffelung nach Größe. Die Ausstellung ist dagegen nach französischen Größenklassen gestaffelt: grandes entreprises und ETI ab dem 1. September 2026, PME und microentreprises ab dem 1. September 2027. ETI (entreprise de taille intermédiaire) ist eine eigene französische Rechtskategorie zwischen PME und grande entreprise und nicht dasselbe wie „Mittelstand“. Prüfen Sie Ihre Einstufung, bevor Sie mit dem Datum 2027 planen.
  • Inländische B2B-Rechnungen im Anwendungsbereich laufen über eine zugelassene Plattform, nicht per direkter E-Mail. Plattform und Käuferverzeichnisdaten sind vor dem Versand zu klären.
  • Factur-X ist wichtig, weil es ein lesbares PDF mit EN-16931-XML kombiniert; je nach Plattform und Empfänger können aber auch UBL oder CII erforderlich sein.

Kurz-Checkliste

  • Factur-X: PDF mit eingebettetem EN-16931-konformen XML – ideal für hybride Workflows.
  • Routing: im öffentlichen Sektor spielt Chorus Pro eine zentrale Rolle (Empfängerabhängige Vorgaben).
  • Syntax: je nach Kanal sind UBL oder CII möglich, oft mit Plattform-Einschränkungen.

Versand (praktische Schritte)

  1. Empfängerprozess klären (Plattform/Portal vs Netzwerk) und erforderliches Format bestimmen (Factur‑X vs UBL/CII).
  2. Identifikatoren korrekt pflegen (SIREN/SIRET, USt-IdNr.).
  3. EN-16931-Mapping und notwendige Codelisten vor Einreichung validieren.
  4. Einreichen und Bestätigungen/Belege aufbewahren.

Validierung & Compliance

  • Das XML als maßgebliche Datenbasis behandeln (auch wenn ein PDF vorhanden ist).
  • Kennungen zwischen PDF und eingebettetem XML konsistent halten.
  • USt-Aufteilung und Rundung sauber validieren, um Ablehnungen zu vermeiden.

Häufige Stolperfallen

  • Abweichungen zwischen PDF-Summen und XML-Summen.
  • Falsche/fehlende SIRET/SIREN in Partei-Kennungen.
  • Falsches Profil/Syntax für den Empfängerkanal.

Häufige Fragen

Wann sollte ich Factur-X in Frankreich verwenden?

Verwenden Sie Factur-X, wenn der Empfänger das hybride PDF-plus-XML-Modell akzeptiert, und klären Sie den geforderten Kanal vorab.

Was ist vor dem Versand zu prüfen?

Prüfen Sie SIREN oder SIRET, Rechnungssummen, USt-Aufteilung und die Kanalvorgaben des Empfängers, damit das Dokument dem erwarteten Profil entspricht.