Zum Hauptinhalt springen

BR-DE-16 Steuerkennung des Verkäufers muss für steuerliche Kategorien angegeben werden

Nach § 14 Abs. 4 Nr. 2 UStG und der XRechnung-Regel BR-DE-16 muss der Verkäufer bei Verwendung steuerbarer Umsatzsteuerkategorien (Kategorien S, Z, E, AE, K, G, L oder M) zwingend entweder seine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr., BT-31), seine Steuernummer (BT-32) oder die USt-IdNr. seines Steuervertreters (BT-63) angeben. Diese Angabe ist nach deutschem Steuerrecht zwingende Voraussetzung für die Ordnungsmäßigkeit der Rechnung und den Vorsteuerabzug des Empfängers.

Problembeschreibung

FEHLER

Nationale XRechnung-Regel (KoSIT, BR-DE) · XRechnung 3.0

Interaktive Prüfkette

Klicken Sie auf eine Stufe, um zu sehen, was sie prüft, oder geben Sie eine Regel-ID ein, um die meldende Stufe zu finden.

Beispiele:

BR-DE-16 XRechnung-Regel (Deutschland)

Gemeldet in Stufe 3: Nationale Regeln (CIUS).

Stufe Fehler: Der Bericht empfiehlt, die Rechnung abzulehnen.

Stufe 3 · Was geprüft wird

  • Die Spezifikationskennung in BT-24 wählt das Regelwerk, etwa XRechnung 3.0 oder Peppol BIS Billing 3.0.
  • XRechnung ergänzt die deutschen BR-DE-Regeln: Käuferreferenz (BT-10), Verkäuferkontakt, Zahlungsanweisungen.
  • Peppol ergänzt PEPPOL-EN16931- und Länderregeln. Auch XRechnung wendet einige PEPPOL-EN16931-Regeln an.

Beispielcodes

Typische Korrektur

Pflegen Sie die vom Regelwerk verlangten Felder in den Stammdaten, etwa die Leitweg-ID in BT-10 oder den Verkäuferkontakt.

Ein Validator prüft eine E-Rechnung in Stufen. Zuerst muss die Datei wohlgeformtes XML sein und zum UBL- oder CII-Schema (XSD) passen. Dann laufen die Geschäftsregeln der EN 16931: BR-Kernregeln, BR-CO-Berechnungen, BR-CL-Codelisten, BR-DEC-Nachkommastellen und Regeln je Umsatzsteuerkategorie wie BR-S. Danach folgen die nationalen oder Netzwerk-Regeln, die BT-24 auswählt: BR-DE für XRechnung, PEPPOL-EN16931 für Peppol BIS Billing. Der Bericht nennt jede verletzte Regel: Ein Fehler bedeutet Ablehnung, nur Warnungen bedeuten weiterhin Annahme. BR-DE-16: XRechnung-Regel (Deutschland), gemeldet in der Stufe „Nationale Regeln (CIUS)“. Regelwerke: KoSIT-Validator 1.6.3 mit der XRechnung-Konfiguration vom 31. Aug. 2026 (EN-16931-Artefakte 1.3.16), Peppol BIS Billing 3.0.21.

Kontext und Bedeutung

Nach deutschem Steuerrecht ist eine Rechnung ohne USt-IdNr. oder Steuernummer des Verkäufers mangelhaft und berechtigt nicht zum Vorsteuerabzug. Regel BR-DE-16 erzwingt dies für alle steuerbaren Profile.

Lösung

Hinterlegen Sie in den Unternehmensstammdaten Ihres ERP-Systems Ihre USt-IdNr. (z. B. DE123456789) oder Steuernummer (z. B. 27/123/45678). In UBL 2.1 fügen Sie für die USt-IdNr. unter <cac:AccountingSupplierParty><cac:Party> den Knoten <cac:PartyTaxScheme><cbc:CompanyID>DE123456789</cbc:CompanyID><cac:TaxScheme><cbc:ID>VAT</cbc:ID></cac:TaxScheme></cac:PartyTaxScheme> ein. Für eine Steuernummer verwenden Sie das Schema <cbc:ID>FC</cbc:ID>. In UN/CEFACT CII befüllen Sie <ram:SpecifiedTaxRegistration><ram:ID schemeID="VA">DE123456789</ram:ID></ram:SpecifiedTaxRegistration> (oder schemeID="FC").

Schnellzugriff

Gültige Beispiele

  • Verkäufer deklariert USt-IdNr. BT-31 = „DE123456789“ mit TaxScheme „VAT“
  • Verkäufer deklariert Steuernummer BT-32 = „27/123/45678“ mit TaxScheme „FC“

Ungültige Beispiele

  • Steuerbare Rechnung mit Kategorie S, bei der die Verkäuferpartei kein PartyTaxScheme- oder SpecifiedTaxRegistration-Element enthält
  • Verkäufer deklariert nur Name und Anschrift ohne jede USt-IdNr. oder Steuernummer

Code-Beispiele

Gültiges XML
<cac:PartyTaxScheme>
  <cbc:CompanyID>DE123456789</cbc:CompanyID>
  <cac:TaxScheme><cbc:ID>VAT</cbc:ID></cac:TaxScheme>
</cac:PartyTaxScheme>
Ungültiges XML
<cac:PartyLegalEntity>
  <cbc:RegistrationName>Musterfirma GmbH</cbc:RegistrationName>
</cac:PartyLegalEntity>

Betroffene Felder

Validierungstools