Zum Hauptinhalt springen

BR-DE-4 Postleitzahl des Verkäufers muss angegeben werden

Nach dem deutschen XRechnung-Profil und den Vorschriften des § 14 UStG muss die Postanschrift des Verkäufers (BG-5) zwingend eine Postleitzahl (BT-38) enthalten. Die Prüfsysteme der öffentlichen Verwaltung und der Finanzbehörden stützen sich auf die fünfstellige deutsche Postleitzahl, um die örtliche Zuständigkeit des Finanzamts zu prüfen und automatisierte Adressabgleiche durchzuführen.

Problembeschreibung

FEHLER

Nationale XRechnung-Regel (KoSIT, BR-DE) · XRechnung 3.0

Interaktive Prüfkette

Klicken Sie auf eine Stufe, um zu sehen, was sie prüft, oder geben Sie eine Regel-ID ein, um die meldende Stufe zu finden.

Beispiele:

BR-DE-4 XRechnung-Regel (Deutschland)

Gemeldet in Stufe 3: Nationale Regeln (CIUS).

Stufe Fehler: Der Bericht empfiehlt, die Rechnung abzulehnen.

Stufe 3 · Was geprüft wird

  • Die Spezifikationskennung in BT-24 wählt das Regelwerk, etwa XRechnung 3.0 oder Peppol BIS Billing 3.0.
  • XRechnung ergänzt die deutschen BR-DE-Regeln: Käuferreferenz (BT-10), Verkäuferkontakt, Zahlungsanweisungen.
  • Peppol ergänzt PEPPOL-EN16931- und Länderregeln. Auch XRechnung wendet einige PEPPOL-EN16931-Regeln an.

Beispielcodes

Typische Korrektur

Pflegen Sie die vom Regelwerk verlangten Felder in den Stammdaten, etwa die Leitweg-ID in BT-10 oder den Verkäuferkontakt.

Ein Validator prüft eine E-Rechnung in Stufen. Zuerst muss die Datei wohlgeformtes XML sein und zum UBL- oder CII-Schema (XSD) passen. Dann laufen die Geschäftsregeln der EN 16931: BR-Kernregeln, BR-CO-Berechnungen, BR-CL-Codelisten, BR-DEC-Nachkommastellen und Regeln je Umsatzsteuerkategorie wie BR-S. Danach folgen die nationalen oder Netzwerk-Regeln, die BT-24 auswählt: BR-DE für XRechnung, PEPPOL-EN16931 für Peppol BIS Billing. Der Bericht nennt jede verletzte Regel: Ein Fehler bedeutet Ablehnung, nur Warnungen bedeuten weiterhin Annahme. BR-DE-4: XRechnung-Regel (Deutschland), gemeldet in der Stufe „Nationale Regeln (CIUS)“. Regelwerke: KoSIT-Validator 1.6.3 mit der XRechnung-Konfiguration vom 31. Aug. 2026 (EN-16931-Artefakte 1.3.16), Peppol BIS Billing 3.0.21.

Kontext und Bedeutung

Ohne BT-38 schlägt die Schematron-Validierung nach Regel BR-DE-4 sofort fehl. Bei innerdeutschen B2G-Rechnungen ist eine gültige fünfstellige PLZ für die Rechnungsverarbeitung unverzichtbar.

Lösung

Hinterlegen Sie in den Stammdaten Ihres ERP-Systems die Postleitzahl im Adressprofil des Verkäufers. Fügen Sie in UBL 2.1 das Element <cbc:PostalZone> unter <cac:AccountingSupplierParty><cac:Party><cac:PostalAddress> ein. In UN/CEFACT CII befüllen Sie <ram:PostcodeCode> unter <ram:SellerTradeParty><ram:PostalTradeAddress>. Schreiben Sie die Postleitzahl nicht in die Straßen- oder Ortszeile.

Schnellzugriff

Gültige Beispiele

  • Postanschrift des Verkäufers mit BT-38 = „10115“ und BT-37 = „Berlin“
  • Postanschrift des Verkäufers mit BT-38 = „80331“ und BT-37 = „München“

Ungültige Beispiele

  • Postanschrift des Verkäufers enthält Straße und Ort, lässt cbc:PostalZone / ram:PostcodeCode jedoch weg
  • Postleitzahl steht als Textvorsatz im Element cbc:CityName (z. B. „10115 Berlin“), während BT-38 leer bleibt

Code-Beispiele

Gültiges XML
<cac:PostalAddress>
  <cbc:StreetName>Alexanderstraße 1</cbc:StreetName>
  <cbc:CityName>Berlin</cbc:CityName>
  <cbc:PostalZone>10178</cbc:PostalZone>
  <cac:Country><cbc:IdentificationCode>DE</cbc:IdentificationCode></cac:Country>
</cac:PostalAddress>
Ungültiges XML
<cac:PostalAddress>
  <cbc:StreetName>Alexanderstraße 1</cbc:StreetName>
  <cbc:CityName>Berlin</cbc:CityName>
  <cac:Country><cbc:IdentificationCode>DE</cbc:IdentificationCode></cac:Country>
</cac:PostalAddress>

Betroffene Felder

Validierungstools