Referenz
Markdown-ExportXRechnung
Deutsche E-Rechnungs-Spezifikation für den öffentlichen Sektor auf Basis von EN 16931.
Definition
Deutsche E-Rechnungs-Spezifikation für den öffentlichen Sektor auf Basis von EN 16931.
Warum dieser Begriff wichtig ist
XRechnung ist seit November 2020 für Rechnungen an Bundesbehörden und seit 2022–2024 für die meisten Landesbehörden verpflichtend; das BMF-Schreiben und das Wachstumschancengesetz weiten EN 16931-konforme E-Rechnungen ab 2025–2028 auf inländische B2B-Vorgänge aus. Verstöße gegen XRechnung-spezifische BR-DE-Regeln führen zu harten Ablehnungen bei ZRE/OZG-RE oder über Peppol.
Erklärung
Gängige Syntaxen sind UBL und CII (je nach Profil und Routing).
In Deutschland wird häufig mit KoSIT (BR-DE Regeln) validiert.
Häufige Fehler
- BT-10 (BuyerReference / Leitweg-ID) bei Bundesempfängern weglassen — BR-DE-15 schlägt fehl.
- XRechnung-2.x-CustomizationID-Strings an ein 3.0+-Empfängerportal senden.
- BT-23 BusinessProcessTypeCode als optional behandeln — XRechnung macht es verpflichtend.
- CII senden, obwohl der Empfänger im Peppol-SMP nur UBL unterstützt (oder umgekehrt).
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen XRechnung 3.0 und 2.3?
XRechnung 3.0 gilt seit dem 1. Februar 2024 und verwendet die 3.0-CustomizationID. Version 2.3 gehörte zum vorherigen Gültigkeitszeitraum. Prüfen Sie die am Rechnungsdatum gültige Version und die Kanalvorgaben des Empfängers; ein Validator-Update verlängert Version 2.3 nicht.
Brauche ich eine Leitweg-ID für B2B-XRechnungen?
Nein — die Leitweg-ID ist eine Routing-Kennung für Bund/Länder (B2G). Für reine B2B-XRechnungen genügt jede vereinbarte BuyerReference (BT-10), z. B. eine Kunden- oder Bestellnummer, aber das Feld bleibt nach BR-DE-15 Pflicht.
Welche Syntax soll ich senden: UBL oder CII?
Beide sind XRechnung-konform. Maßgeblich ist der vom Empfänger deklarierte Syntax — die meisten Bundesportale akzeptieren beides, der Peppol-SMP-Eintrag bzw. das Onboarding-Formular ist die Quelle der Wahrheit.