
Peppol-Netzwerk: Kennungen, Access Points und Rechnungszustellung
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Wie Peppol strukturierte Rechnungen über Access Points überträgt und welche BIS-, Empfänger- und Länderregeln gelten.
Praxisguide zu PEPPOL: 4‑Corner‑Modell, Endpoint‑Discovery, Profile, Codelisten und typische Validierungsfehler.
Netzwerk und Spezifikationen für den Austausch von E-Procurement-Dokumenten inkl. E-Rechnungen.
Peppol ist ein Netzwerk mit Regeln für den Austausch strukturierter Geschäftsdokumente. Sie verbinden sich über einen zertifizierten Access Point. Dadurch brauchen Sie keine eigene Verbindung zu jedem Kunden.
Peppol kann eine Rechnung transportieren. Das Netzwerk erstellt oder genehmigt die Rechnung jedoch nicht. Der Absender bleibt für die Rechnungsdaten und die geltenden Regeln verantwortlich.
Das Vier-Ecken-Modell
Absender und Empfänger nutzen jeweils einen Access Point. Der Absender übergibt das Dokument an seinen Anbieter. Dieser findet den Empfänger und sendet das Dokument an dessen Anbieter. Der zweite Anbieter stellt es dem Empfänger zu.
- Ecke 1: Der Absender erstellt die Rechnung.
- Ecke 2: Der Access Point des Absenders prüft und sendet sie.
- Ecke 3: Der Access Point des Empfängers nimmt sie an.
- Ecke 4: Der Empfänger importiert und verarbeitet sie.
Die richtige Endpunktkennung finden
Eine Peppol-Teilnehmerkennung besteht aus einem Schema und einem Wert. Das Schema zeigt, aus welchem Register der Wert stammt. Es ist Teil der Adresse. Leiten Sie es deshalb nicht nur aus der Nummer ab.
- 0106 — Niederlande: Nummer der niederländischen Handelskammer (KvK).
- 0208 — Belgien: belgische Unternehmensnummer.
- Beispiel:
0208:0123456749bezeichnet eine belgische Unternehmensnummer. Bestätigen Sie den vollständigen Endpunkt beim Empfänger oder im Peppol Directory.
Den Dokumenttyp des Empfängers verwenden
Für europäische Rechnungen wird häufig Peppol BIS Billing 3.0 verwendet. Das Profil basiert auf UBL 2.1 und EN 16931. Ein Teilnehmer kann mehrere Dokumenttypen unterstützen. Die Endpunktsuche zeigt, welche Prozesse und Dokumenttypen registriert sind.
Nicht jede UBL-2.1-Datei ist eine Peppol-Rechnung. Peppol BIS ergänzt Geschäftsregeln, Codelisten und Routingangaben. Prüfen Sie die Datei gegen das Profil und Regelwerk Ihres Access Points.
Was eine Zustellung nachweist
Eine Transportquittung kann zeigen, dass das Netzwerk eine Nachricht angenommen oder zugestellt hat. Sie beweist nicht, dass die Daten richtig sind, der Empfänger die Rechnung gebucht hat oder die Forderung akzeptiert.
Bewahren Sie Ausgangsrechnung, Prüfbericht, verwendeten Endpunkt, Antwort des Access Points und Geschäftsantwort auf. Korrigieren Sie bei einer Ablehnung den Geschäfts- oder Profilfehler und senden Sie das korrigierte Dokument im vereinbarten Verfahren.
Checkliste für den Anschluss
- Fragen Sie Ihren Buchhaltungsanbieter, ob ein zertifizierter Peppol Access Point enthalten ist.
- Bestätigen Sie Teilnehmerkennung und Rechnungsprofil des Empfängers.
- Erstellen Sie eine Peppol-BIS-Billing-3.0-Rechnung mit Käuferreferenzen und Steuerdaten.
- Führen Sie die Profilprüfung aus und prüfen Sie Warnungen sowie übernommene Quelldaten.
- Nutzen Sie eine Testrechnung, wenn Empfänger oder Access Point einen Testweg anbieten.
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