# Spanien VERI*FACTU und Ley Crea y Crece: E-Rechnungsregeln, Fristen und Formate

- Date: 2026-07-03
- Reading time: 8 Min. Lesezeit

Leitfaden zu Spaniens E-Rechnungsreformen: B2B-Pflicht nach Ley Crea y Crece, Anforderungen an Rechnungssysteme nach VERI*FACTU, Formate und Zahlungsstatus.

## Artikelüberblick

        Dieser Artikel erklärt Spanien VERI*FACTU und Ley Crea y Crece: E-Rechnungsregeln, Fristen und Formate als praktische Referenz für die europäische E-Rechnung. Er definiert das Thema verständlich, ordnet es in den Compliance-Kontext ein und verbindet die Erklärung mit Formaten wie XRechnung, ZUGFeRD/Factur-X, UBL und CII.

Spanien führt zwei miteinander verbundene, aber getrennte Regelungen ein: die verpflichtende B2B-E-Rechnung nach der Ley Crea y Crece und Anforderungen an Rechnungssysteme nach dem VERI*FACTU-Regelwerk.

Die Unterscheidung ist wichtig: Die Ley Crea y Crece regelt den Austausch von Rechnungen zwischen Unternehmen und die Meldung ihres Status. VERI*FACTU regelt dagegen die Integrität und Nachvollziehbarkeit der Aufzeichnungen, die ein Rechnungssystem erzeugt.

        ## So nutzen Sie diesen Leitfaden

        Nutzen Sie den Artikel als Ausgangspunkt, bevor Sie einen Finanz- oder ERP-Prozess ändern: Klären Sie die anwendbare Länderregel oder Norm, entscheiden Sie über das erwartete strukturierte Format, validieren Sie die erzeugte XML-Datei und dokumentieren Sie einen Ausnahmeprozess für Rechnungen mit manueller Prüfung.

## Ley Crea y Crece vs. VERI*FACTU: Die zwei Säulen

Bei Ley Crea y Crece vs. VERI*FACTU: Die zwei Säulen sollten Teams vor allem diese Punkte prüfen.

- Ley Crea y Crece: Regelt die verpflichtende B2B-E-Rechnung einschließlich der Angaben zum Rechnungsstatus, etwa zum Zahlungseingang.
- VERI*FACTU (AEAT): Regelt die Anforderungen an Rechnungssysteme, darunter unveränderbare, verkettete Aufzeichnungen und einen QR-Code. Im Modus VERI*FACTU werden die Aufzeichnungen an die AEAT übermittelt; im Modus NO VERI*FACTU verbleiben sie im System und unterliegen zusätzlichen Kontrollen.
## Staffelung der Fristen

Bei Staffelung der Fristen sollten Teams vor allem diese Punkte prüfen.

- Unternehmen mit mehr als 8 Mio. € Umsatz: Die B2B-E-Rechnungspflicht gilt zwölf Monate, nachdem das Durchführungsregelwerk wirksam geworden ist.
- Alle anderen Unternehmen und Selbstständigen: Die B2B-E-Rechnungspflicht gilt 24 Monate nach dem Wirksamwerden des Durchführungsregelwerks.
- VERI*FACTU-Anforderungen an Rechnungssysteme: Körperschaftsteuerpflichtige müssen ihre Systeme ab 1. Januar 2027 angepasst haben, die übrigen betroffenen Unternehmen und Selbstständigen ab 1. Juli 2027. VERI*FACTU und NO VERI*FACTU sind dabei zwei zulässige Betriebsarten.
## Offizielle Quellen

Bei Offizielle Quellen sollten Teams vor allem diese Punkte prüfen.

- [Spanische Steuerbehörde (AEAT) - Verifactu](https://www.agenciatributaria.es)
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## FAQ

### Sind reine PDF-Rechnungen unter Ley Crea y Crece noch erlaubt?

Eine PDF-Datei allein erfüllt die künftige B2B-E-Rechnungspflicht nicht. Während der ersten zwölf Monate müssen Unternehmen mit mehr als 8 Mio. € Umsatz ihre elektronische Rechnung zusätzlich als lesbares PDF bereitstellen, sofern der Empfänger nicht ausdrücklich den Erhalt im Originalformat akzeptiert. Die elektronische Rechnung muss die im spanischen Regelwerk zugelassenen strukturierten Formate und Austauschwege verwenden.

## Offizielle Quellen

- [AEAT-Hinweis zur verpflichtenden elektronischen Rechnung](https://sede.agenciatributaria.gob.es/Sede/en_gb/todas-noticias/2026/marzo/31/facturacion-electronica-obligatoria.html)
- [BOE Real Decreto 238/2026](https://www.boe.es/buscar/act.php?id=BOE-A-2026-7295)
- [AEAT-Portal für SIF und VERI*FACTU](https://sede.agenciatributaria.gob.es/Sede/en_gb/iva/sistemas-informaticos-facturacion-verifactu.html)
- [BOE Real Decreto 1007/2023](https://www.boe.es/buscar/act.php?id=BOE-A-2023-24840)
