# E-Rechnungs-Barometer: modellierter Index für XRechnung und ZUGFeRD

- Date: 2026-09-17
- Modified: 2026-08-29
- Geprüft: 17. September 2026
- Reading time: 3 Min. Lesezeit

Modellierter Index zu hybridem ZUGFeRD und reiner XRechnung vor der Ausstellungspflicht 2027: welche Annahmen er trifft, welchen Wert er liest und was er

> Geprüft anhand von BMF-FAQ zur E-Rechnung, KoSIT-Standard XRechnung, FeRD-ZUGFeRD-Spezifikation.

Im Übergangszeitraum zur verpflichtenden B2B-E-Rechnung in Deutschland stehen Finanz- und IT-Teams vor einer wesentlichen Weichenstellung: Sollen Ausgangsrechnungen als hybrides PDF/A-3 (ZUGFeRD / Factur-X) oder als reines XML (XRechnung) erzeugt werden?

Um diese Frage transparent einzuordnen, veröffentlicht Invoice-Converter.com das [E-Rechnungs-Barometer](/de/e-invoicing-barometer). Es ist ein modellierter Index: eine feste, mit einer Modellversion veröffentlichte Basiskurve, kombiniert mit einem einzelnen aktuellen Konvertierungsaggregat. Es ist keine wöchentliche Messung des deutschen Marktes.

## Welche Annahmen im Modell stecken

- ZUGFeRD trägt die Mehrheit des modellierten Volumens (~58%): Die Basiskurve unterstellt, dass deutsche KMU und Steuerkanzleien das Hybridformat PDF/A-3 bevorzugen, weil Belege wie gewohnt visuell geprüft werden können.
- XRechnung liegt bei rund 42% und wird mit steigender Tendenz modelliert: Vorgaben öffentlicher Auftraggeber von Bund und Ländern (OZG-RE) sowie die Peppol-Übermittlung verlangen reines XML, und größere Unternehmen setzen auf automatische Dunkelverarbeitung im ERP.
- Die Formatwahl folgt dem Rechnungsempfänger: Behörden und Konzerne erhalten überwiegend XRechnung, der klassische Mittelstand nutzt ZUGFeRD EN 16931. Auch das ist eine Annahme der Basiskurve und keine gemessene Verteilung.
## Gesetzlicher Hintergrund vor dem Stichtag 2027

Nach dem Wachstumschancengesetz gilt die Empfangspflicht für strukturierte Rechnungen nach EN 16931 seit dem 1. Januar 2025 für alle inländischen B2B-Unternehmen. Die nächste verbindliche Stufe folgt am 1. Januar 2027 für Aussteller mit mehr als 800.000 EUR Vorjahresumsatz.

Da laut BMF sowohl ZUGFeRD (Profil EN 16931) als auch XRechnung die gesetzlichen Kriterien einer E-Rechnung erfüllen, gibt es im reinen B2B-Bereich keinen gesetzlichen Vorrang. Viele Unternehmen richten ihre ERP-Workflows deshalb so ein, dass beide Formate bedarfsgerecht erzeugt werden können.

## Wie der Index entsteht – und was er nicht leisten kann

- Die Wochenreihe ist eine feste, mit der Modellversion veröffentlichte Basiskurve; spätere Wochen wiederholen deren letzten Wert. Wöchentliche Beobachtungen werden weder erfasst noch veröffentlicht.
- Diese Modellversion nutzt ausschließlich die feste veröffentlichte Kurve. Sie liest oder verarbeitet keine Live-Telemetrie.
- Die Kurve ist eine redaktionelle Annahme. Sie ist keine repräsentative Stichprobe oder beobachtete Entwicklung des deutschen Gesamtmarkts und darf nicht als solche zitiert werden.
- JSON-Schnittstelle und CSV-Download führen Modellversion, feste Datenquelle, Wochenbasis und den Hinweis, dass Live-Telemetrie deaktiviert ist.

## FAQ

### Ist ZUGFeRD für die E-Rechnungspflicht 2025 und 2027 zulässig?

Ja. Das ZUGFeRD-Profil EN 16931 (Factur-X) entspricht vollständig der europäischen Norm EN 16931 und ist vom Bundesfinanzministerium (BMF) als konforme E-Rechnung anerkannt.

### Wann ist XRechnung verpflichtend?

XRechnung ist vorgeschrieben bei Rechnungen an Bundesbehörden und die meisten Landesverwaltungen (B2G) sowie bei Peppol-Netzwerken, die reines XML ohne eingebettetes PDF voraussetzen.

### Sind die Barometer-Werte gemessene deutsche Marktdaten?

Nein. Jede veröffentlichte Woche folgt einer festen Modellkurve. Diese Version nutzt keine Live-Telemetrie; Werte ändern sich nur mit einer neuen Modellversion.

## Offizielle Quellen

- [BMF-FAQ zur E-Rechnung](https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/FAQ/e-rechnung.html)
- [KoSIT-Standard XRechnung](https://xeinkauf.de/xrechnung/)
- [FeRD-ZUGFeRD-Spezifikation](https://www.ferd-net.de/standards/zugferd-2.3/index.html)
